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Das Land, in dem Milch und Honig fließen

Wie bereits angekündigt, befasst sich mein zweiter Beitrag zur Bloggerchallenge #bewusstimhierundjetzt mit dem Thema Bible Art Journaling. Diese besondere Art, sich mit Gottes Wort auseinanderzusetzen, hat mir die Bibel wieder näher gebracht und ist zu einer meiner liebsten Beschäftigungen geworden. Was genau sich hinter dem Begriff Bible Art Journaling verbirgt, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Hier findet ihr auch empfehlenswerte Links zum Thema.

 

Ich habe meinen Blog "Milch und Honig" genannt, weil ich mit der Kombination dieser beiden Worte Geborgenheit und Wohlbefinden verbinde. Ein Gefühl von Zuhausesein. In der Bibel sind sie Verheißung für "das Land, in dem Milch und Honig fließen".Gemeint ist das gelobte Land, in das Mose sein Volk in Gottes Auftrag führen soll. Was liegt also näher, als eine Bibelstelle zu "Milch und Honig" zu gestalten?

 

Mit diesem wunderschönen Wortspiel ist Überfluss gemeint, alles in Hülle und Fülle zu haben: Nahrung, Land, Sicherheit, Wohlstand, Gesundheit ...

Ich journale gerne zu jeder Tageszeit, zu Hause, im Urlaub. Nicht immer habe ich dabei den Luxus, mich völlig alleine und in Ruhe in Text und Kreativität zu versenken. Solche Augenblicke sind selten, aber kostbar. Wann immer ich bewusst im Hier und Jetzt journale, entdecke ich etwas Neues von Gott, von mir, für mein Leben. So auch heute.

 

Ich stellte mir die Frage, was das biblische "Milch und Honig", also Überfluss, für mein Land, aber auch für mich persönlich bedeutet. Deutschland hat Überfluss, ganz klar. Wir leben in Frieden, haben Menschenrechte, stehen wirtschaftlich gut da, sind ausreichend mit Nahrung und Medikamenten versorgt ... . Und ich? Ich bin in diesem Land geboren. Ohne mein Zutun lebe ich in Sicherheit, in einem Land, das kostenlose Bildung ermöglicht, man kann zum Arzt gehen, wenn man krank ist, hat (mehr) als genug zu essen. "Milch und Honig", das sind für mich auch meine Familie, unser Zuhause, Freunde, finanzielle Sicherheit. Und Zeit. Ich muss nicht eine 40-Stunden-Woche und meine Familie unter einen Hut bringen. Ich habe Zeit für mich, meine Familie, die Arbeit.  Und Zeit für Bible Art Journaling.

 

Bei Mose wird dem Volk Israel das gelobte Land versprochen mit der Aussicht auf ein langes Leben, viele Nachkommen und Frieden. Es sind allerdings ein paar Bedingungen daran geknüpft. Gott möchte, dass die Israeliten ihm vertrauen, sich mit ihm auf den Weg machen, ihm mit Ehrfurcht begegnen. Sie sollen seine Gebote halten, dankbar für alle Segnungen sein, sich ihren Glauben immer wieder vergegenwärtigen und ihre Kinder in diesem Sinne erziehen. 

 

Ich versuche, Gottes Bedingungen auf mein Leben zu übertragen und erkenne, dass es eher väterliche Ratschläge für ein gutes Leben sind als autoritäre Bevormundungen. Hier meint es jemand gut mit mir. Wunderbar zusammengefasst heißt es in 5. Mose 6,5: "Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft." Neben Vertrauen, sich mit Gott auf den Weg machen, Dankbarkeit und christlicher Erziehung gibt es sogar noch ein paar handfeste Tipps für den Alltag:

1. Glaubensrituale (morgens und abends)

2. Gespräche über den Glauben (Gemeinschaft)  und

3. Merkhilfen aufschreiben, bei sich tragen.

 

Ich finde, Letzteres ist eine gute Begründung für Bible Art Journaling. Durch die kreative Umsetzung beschäftige ich mich intensiv mit den biblischen Texten. Die bildlichen Gestaltung verankert Inhalte tiefer in meinem Gedächtnis.

Und - was ich erst heute wieder eindrücklich erlebt habe - meine Gedanken fließen freier und konzentrierter, wenn die Hände etwas zu tun haben. Journaln als Ausdruck vom Eindruck.

 

Abschließend noch ein paar Gedanken zur Entstehung meiner Bibelseite. Fest stand für mich der Einsatz von Bienenwaben-Stempeln als Symbol für Honig, und die Zeichnung einer Milchkanne. Alles Andere hat sich während des Entstehungsprozesses ergeben. Über das Bild komme ich zum Nachdenken, über´s Sinnieren zu neuen gestalterischen Ideen. Beides geht Hand in Hand und nimmt Einfluss auf das jeweils Andere. Ich habe noch ein paar weitere Stempel verwendet (blühende Äste/Zweige, Vogelnester und Vögel als Symbol für das Leben), außerdem Ausschnitte aus Zeitschriften. Die Frau mit dem Schirm steht für "sich auf den Weg machen". Ich habe ihren Schirm an der Bibelseite festgenäht. So kann man das Bild der Frau umklappen und die Rückseite lesen. Dort sind Gedanken, die mir zum Bibeltext kamen, notiert.

Neben den Bildern zu 5. Mose 6 zeige ich euch noch ein paar andere Seiten aus meiner Journalingbibel. Einfach als Eindruck, was gestalterisch so möglich ist. Was an Erfahrungen mit Gott und Bible Art Journaling möglich ist, könnt ihr z.B. hier nachlesen.

 

 

Auch Sylvia vom Blog "Der grüne Wicht" nimmt an der Bloggerchallenge #bewusstimhierundjetzt teil. Sie hat ebenfalls einen Artikel zum Bible Art Journaling geschrieben. Guckt doch mal rein.

 

Und hier sind alle Beiträge, die bisher unter #bewusstimhierundjetzt geschrieben wurden:

 

Meine schwarz-weiße Woche am Klavier - Martha vom Blog FamilienLeben mit Gott

 

 

Meine Gedanken zum zweckfreien Malen - Anne vom Block anny-thing

 

 

Erstaunliche Erfahrungen beim Lesen - Natalie vom Blog Erdperle

 

Ausgerechnet Brot backen hier

 

Gedanken zum Spazierengehen - Ulrike vom Blog Glaube-Hoffnung-Liebe